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Zerstörungen durch den 2. Weltkrieg und eine breite Landflucht in den Jahrzehnten danach führten in den holländischen Städten zu einem Bauboom. Zwei Millionen Wohnungen wurden zwischen 1945 und 1970 schnell und billig errichtet und ihr Zustand entspricht demgemäß heute nichteinmal mehr den Mindeststandards. Weil zudem das Wachsen der Städte auch noch weiter voran schreitet, entschloss sich die Regierung der Niederlande zu radikalen Revitalisierungsprogrammen. Ganze Stadtteile wurden geschliffen, um neue Wohnungen zu bauen und gleichzeitig die benachteiligten Bezirke sozial neu strukturieren zu können. Während dieses Umbauprogramms nutzte der Kunstverein Optrek leerstehende Wohnungen im Den Haager Stadtteil Transvaal für Kunstprojekte und lud auch die WochenKlausur ein. Obwohl zentral gelegen, galt Transvaal als Problembezirk mit einer Arbeitslosenquote von 70%, einem MigrantInnenanteil von 85 % und schlechter Wohn- und Infrastruktur. Die WochenKlausur beschloss, Stadtgespräche zu etablieren. Nach zahlreichen Treffen mit Organisationen, BewohnerInnen des Bezirks und verantwortlichen StadtpolitikerInnen war klar geworden, dass neben den Problemen, die sich durch Absiedlung und Stadtumbau ergaben, vor allem das Zusammenleben der unterschiedlichen Communities Konflikte schuf. Themen, die den BewohnerInnen am Herzen lagen, sollten deshalb mit Fachleuten diskutiert werden können. |
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