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Im Rahmen eines Langzeitprojekts mit dem Namen log.in wurde die WochenKlausur eingeladen, einen Beitrag zur "Vernetzung im Großraum Nürnberg" zu leisten. Die Gruppe wollte, dass sich Gruppierungen, deren Anschauungen und Denkrichtungen unterschiedlicher nicht sein können begegnen und persönlich kennen lernen. Manchmal führen mangelnde Kenntnisse des Gegenübers zu einer Aufladung der emotionalen Fronten und lassen Feindschaften so überhaupt erst entstehen. Zunächst wurden medial verbreitete Auseinandersetzungen im Großraum Nürnberg recherchiert. Im Verlauf des Projekts sammelten sich immer neue Konfliktfelder, von denen anzunehmen war, dass ohne Aktivitäten Dritter niemals ein Gespräch zwischen den Kontrahenten zustande kommen würde. Nach mehreren Anläufen und vielen Vorsprachen bei den ProponentInnen der Streitparteien stellte sich meist eine Bereitschaft ein, an den Treffen teilzunehmen. Die jeweils andere Gruppierung als durchaus gesprächsbereit darzustellen, wirkte sich dabei förderlich aus. Es gab aber auch Absagen. Manche Parteien verweigerten kategorisch jede Annäherung. Der Nürnberger Waffenproduzent Diehl, der unter heftigen Protesten zum Ehrenbürger der Stadt ernannt worden war, lehnte beispielsweise jedes Gespräch mit einem Kritiker ab und auch der war nicht unbedingt an einem längeren Treffen interessiert. |
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