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Die erste Klausur fand im Sommer 1993 statt. Auf Einladung der Wiener Secession wollte die Gruppe keine Ausstellung, sondern ein Projekt zur Verbesserung der Situation Obdachloser durchführen. Der Karlsplatz vor dem Ausstellungsgebäude war damals ein stadtbekannter Treffpunkt für Obdachlose. Noch in den 1960ern wurden Menschen ohne festen Wohnsitz als Vagabunden kriminalisiert. Danach war die sogenannte Vagabundage in Wien zwar nicht mehr strafbar aber ignoriert. Erst 1980 erkannte die politische Öffentlichkeit eine Aufgabe darin, Delogierungen zu verhindern und Wohnungslosigkeit zu verringern. Obdachlose mussten zum Zeitpunkt des Projekts ohne medizinische Versorgung auskommen, weil sie nur theoretisch krankenversichert waren. In der Praxis war der bürokratische Aufwand Krankenscheine zu erhalten unüberwindbar. Außerdem wurden Behandlungen in den Ordinationen gerne mit dem Argument "gehen Sie sich erst einmal waschen…" verweigert. Die WochenKlausur hat eine mobile Ambulanz als medizinische Erstversorgung eingerichtet. Dafür musste zunächst ein Großraumkastenwagen erworben werden. Das gelang mit Unterstützung zahlreicher kleiner Sponsoren, die, entsprechend ihrer Leistung, unterschiedlich große Firmenlogos am Bus affichieren durften. Danach wurde der Wagen von der WochenKlausur zur fahrenden Ordination umgebaut. Während der kurzen Projektdauer waren von der Gruppe hierfür insgesamt mehr als 70 000 Euro und zahlreiche Materialspenden aufzubringen. |
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